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Warum das passieren könnte

Bevor du ein Verhalten veränderst, hilft es zu verstehen, worauf dein Hund möglicherweise reagiert. Suche nach Mustern, statt von einer einzigen Ursache auszugehen.

  • Welpen erkunden mit dem Maul und kauen während des Zahnwechsels möglicherweise mehr.
  • Langeweile, Bewegungsmangel oder ein verlockender Gegenstand in Reichweite können zu wiederholtem Kauen führen.
  • Zerstörung, die nur während deiner Abwesenheit auftritt, kann auf trennungsbedingten Stress statt auf eine einfache Kaugewohnheit hinweisen.
Ein freundlicher Hinweis

Wenn dieses Verhalten plötzlich aufgetreten ist, mit Schmerzen zusammenzuhängen scheint oder starke Angst beziehungsweise starken Stress umfasst, wende dich an eine Tierarztpraxis oder eine qualifizierte, belohnungsbasiert arbeitende Fachkraft für Hundeverhalten. Trainingstipps ersetzen keine medizinische Versorgung.

Eine weitere Perspektive auf diese Herausforderung findest du in unserem Ratgeber zu my dog seems bored or restless.

Ein praktischer Plan, Schritt für Schritt

Du musst nicht alles auf einmal machen. Wähle einen überschaubaren Ausgangspunkt und beobachte, was deinem Hund hilft, die Aufgabe erfolgreich zu bewältigen.

01

Mache die Umgebung sicherer

Räume Schuhe, Kabel, Medikamente und zerbrechliche Gegenstände außer Reichweite. Nutze einen hundesicheren, mit einem Gitter abgetrennten Bereich, wenn du nicht aufpassen kannst, ohne die räumliche Begrenzung als Strafe einzusetzen.

02

Biete geeignete Alternativen an

Stelle einige langlebige Kauartikel in passender Größe bereit und wechsle sie ab. Beaufsichtige neue Artikel und entferne alles, was dein Hund in verschluckbare Stücke zerlegen kann.

03

Lenke im richtigen Moment um

Wenn dein Hund einen ungeeigneten Gegenstand aufnimmt, tausche ihn ruhig gegen einen erlaubten Kauartikel. Lobe die gewünschte Wahl, statt ihn zu jagen oder zu schimpfen.

04

Übe ruhiges Entspannen

Belohne deinen Hund dafür, dass er sich mit einem erlaubten Kauartikel in deiner Nähe hinlegt. Beginne mit kurzen Einheiten und mache ruhige Zeiten allmählich zu einem Teil des Alltags.

05

Achte auf den Zeitpunkt

Wenn das Kauen nach längeren inaktiven Phasen auftritt, plane vor dieser Tageszeit Schnüffeln, Spiel oder eine kurze Trainingseinheit ein.

Häufige Fehler, die du vermeiden solltest

  • Den Hund nach dem Entdecken eines Schadens zu bestrafen; er kann dies nicht mit der früheren Handlung verknüpfen.
  • Unsichere oder leicht verschluckbare Spielsachen unbeaufsichtigt liegen zu lassen.
  • Anzunehmen, dass Zerstörung während der Abwesenheit einfach schlechtes Benehmen ist.

Wann du professionelle Hilfe suchen solltest

Belohnungsbasiertes Training funktioniert bei vielen alltäglichen Herausforderungen gut, aber manche Situationen brauchen mehr Unterstützung. Ziehe eine Tierarztpraxis oder eine qualifizierte, belohnungsbasiert arbeitende Fachkraft für Hundeverhalten hinzu, wenn:

  • Das Verhalten plötzlich aufgetreten ist oder trotz regelmäßigen Übens schlimmer wird.
  • Dein Hund Schmerzen zu haben scheint, krank wirkt oder starke Angst beziehungsweise starken Stress zeigt.
  • Ein Verletzungsrisiko für Menschen oder andere Tiere besteht.

Ein Tierarztbesuch kann zunächst medizinische Ursachen ausschließen – Schmerzen und Krankheiten zeigen sich oft durch Verhaltensänderungen.

Ein kleiner Anfang

Was du heute ausprobieren kannst

  1. Entferne einen verlockenden Gegenstand aus der Reichweite deines Hundes.
  2. Biete einen sicheren Kauartikel an und lobe deinen Hund, wenn er ihn auswählt.
  3. Notiere, wann und wo das Kauen auftritt.

Häufig gestellte Fragen

Wächst sich das Kauen bei meinem Hund aus?

Der Zahnwechsel verändert sich mit dem Alter, aber Hunde jeden Alters brauchen sichere Kaumöglichkeiten und einen passenden Umgang mit ihrer Umgebung.

Was, wenn mein Hund etwas verschluckt?

Wende dich umgehend an eine Tierarztpraxis. Warte bei einem möglichen medizinischen Notfall nicht darauf, dass Trainingsmaßnahmen das Problem lösen.